d | f

»Twenty Thousand Leagues under the Sea« (Universal/2004)


»Der Schweizer Saxofonist Christoph Merki nimmt uns mit auf eine fantastische Reise, wie sie Jules Verne in ›Zwanzigtausend Meilen unter dem Meer‹ beschrieb. Zusammen mit seinen Partnern spielt er seine Kompositionen, die dem Soundtrack eines Filmes gleichen.«
Lounge (Lausanne), 14. April 2004

»Man kann sich beim Zuhören Bilder und Geschichten vorstellen.«
L’Eveil culturel, 9. Mai 2004

»Im Sog der Wassermusik ... eine CD von zeitloser Qualität.«
NZZ, 2. März 2004

»Christoph Merkis ›Ambient Conception of Jazz‹ ist die bewusste Auseinandersetzung eines Jazzmusikers mit den neuen Dance-Grooves, auch das bewusste Distanzhalten von eben diesen Klängen, der schöpferische Umgang mit musikalischer Umwelt ... «
Jazz ‚n’ More, März 2004

»Das zweite Album von Christoph Merki ist ein Glücksfall ... er vermag das komplexe Material auf eine leicht hörbare Essenz zu reduzieren.«
Swissdisc, 13. Februar, 2004

»Christoph Merkis Musik hat eine strenge Verspieltheit, und bei ihm ist das kein Gegensatz mehr. Sie fliesst beiläufig und bietet doch viel Futter für ein denkendes Hirn.«
Radiomagazin DRS, August 2004

»›Twenty Thousand Leagues under the Sea‹ ist eine eigenwillige Vertonung des 1869 erschienenen Romans selbigen Titels von Jules Verne. Merki und sein achtköpfiges Projekt ›Ambient Conception of Jazz‹ setzen Vernes Unterwasserwelten in eine atmosphärisch dichte Ambientsuite um.«
Tages-Anzeiger, 26. Februar 2004

»›Twenty Thousand Leagues under the Sea‹ klingt leicht und unauffällig, entwickelt aber eine nachhaltige Sogwirkung. Christoph Merki hat die Spontaneität von Jazz mit dem Trance-Effekt von Minimal Music und der Klangraum-Ästhetik von Ambient zu einem organischen eigenen Ausdruck kombiniert – eine traumhafte Reise.«
Aargauer Zeitung, 25. Februar 2004

»Ein besonderes Ambiente leuchtet Christoph Merki auf ›Twenty Thousand Leagues under the Sea‹ aus … schaurig-schöne atmosphärisch dichte Soundtracks.«
WOZ, 25. März 2004

»Der Saxofonist Christoph Merki beweist, wie zeitgemäss und fesselnd Jazz noch heute klingen kann.«
St. Galler Tagblatt, 10. September 2004




»Circles« (Brambus/2000)


»Das Sextett ist zu einer aussergewöhnlichen Einheit zusammengewachsen: viel Raum zwischen den Einfällen, eine schöne, humane, aber nie esoterische verblasene Musik, komplex und offen, viel Freiheitsdrang und viel Formsinn. Kurz: ein grosses Vergnügen.«
Weltwoche, 23. März 2000 (Peter Rüedi)

»Eine Sprache, mit der sich auseinanderzusetzen lohnt.«
NZZ, 20. Januar 2000 (Nick Liebmann)

»Äusserst vielversprechend.«
Tagesanzeiger, 4. Dezember 1998

»Auf der Höhe der Zeit.«
Neue Luzerner Zeitung, 25. Oktober 1998 (Pirmin Bosshart)

»Acoustic Ambient Jazz nennt Merki seine musikalische Vision, die er als Antwort des Jazz auf musikalische Trends wie Ambient oder Trip Hop versteht.«
NZZ, 30.Oktober 1998 (Christian Hubschmid)

»Diese Musik hat die Aufmerksamkeit stets wachgehalten. Das hatte sowohl mit den individuellen Fähigkeiten der einzelnen Musiker und der Sorgfältigkeit des Spielens als auch mit der Struktur der Kompositionen, ihren immer wieder klar gesetzten Parts und ihren reichen Klangfarben zu tun.«
Neue Luzerner Zeitung, 28. Oktober 1998

»Im weitesten Sinne eine Stimmungsmusik, facettenreich und luftig, in der mosaikartig verschiedene Patterns zusammengefügt sind, die ein einheitliches Ganzes bilden.«
Aargauer Zeitung, 18. November 1998

»So ist es denn geradewegs eine Offenbarung, eine Band zu treffen, die dann wirklich einmal das grundlegend andere sucht. Und auch findet, notabene.«
Zürcher Oberländer, 18. März 1999

Aargauer Zeitung Februar 2004 Radio Magazin August 2004

Im Sog der Wassermusik
Christoph Merki präsentierte sein zweites Album im Moods


© Neue Zürcher Zeitung; 02.03.2004; Seite 48; Nummer 51, Zürcher Kultur

Die Musiker im Moods haben Notenblätter vor sich, spielen akkurat ihre Minimal-Patterns, die sich oft auseinander entwickeln und dann einander wieder annähern. Und doch haftet der Musik nichts Strenges an, sie wirkt auch nicht intellektuell angestrengt, wie der Projektname «Ambient Conception Of Jazz» fürchten lässt. Sie scheint vielmehr schwerelos zu fliessen und entwickelt einen Sog, der einen in eine Traumwelt führt. Genauer: in die Unterwasser-Welt von Jules Vernes Roman «Twenty Thousand Leagues Under The Sea», der Christoph Merki als Inspiration zu seinem ebenso betitelten neuen Album gedient hat.

Im Gespräch erläuterte der in Zürich lebende Aargauer Saxophonist, dass er die Fantasy-Dimension des Buchs mit dem Sound-Aspekt von Ambient vermittle, die Wissenschaftsfaszination drücke er mit sehr genau konstruierten Verzahnungen im Stil der Minimal Music aus. Christoph Merki hat diese musikalischen Konzepte aus der Striktheit ihrer Pioniere gelöst und in eine eigene, auf dem Jazz der siebziger Jahre basierende Sprache eingebunden. Vor allem hat der 40-Jährige in monatelanger Zusammenarbeit mit seinen Mitmusikern die Kompositionen auf die Essenz reduziert, was der CD eine zeitlose Qualität verleiht.

Die jazzige Zufallskomponente, mit der Merki schon auf der Platte gezielt Raum für Spontanität schuf, sorgt im Konzert für zusätzliches Leben. Nach der ersten Hälfte gewährt Merki seinen Kollegen zunehmend Freiräume. Sie beweisen ihre Klasse nicht zuletzt dadurch, dass sie nie ins selbstverliebte Solieren verfallen, sondern sich dem Gruppensound unterwerfen, ihn nur zum Wuchern anregen. Während Stephan Athanas am solid gespielten Bass und Tony Renold am wirblig gespielten Schlagzeug das rhythmische Gerüst schaffen, beflügeln sich Hans Feigenwinter am Fender-Rhodes-Piano und Chris Wiesendanger am Flügel in der Interaktion. Sie verweben ihr Spiel zu einem trancehaften Fluss, den Matthias Eser mit seinem Marimbaphon atmosphärisch verzaubert. Darüber spielen Daniel Schenker an der Trompete und Christoph Merki am Altsaxophon unaufdringlich schöne Melodien. All dies schafft eine betörende Suggestivkraft, die der auf die Leinwand projizierten Standbilder aus der ersten Verfilmung von Jules Vernes Roman gar nicht bedürfte.

Leider bricht der Sog zwischen den Stücken meistens ab. Natürlich braucht nicht jeder Musiker ein begnadeter Entertainer zu sein, der das Publikum bei Laune hält. Doch wenige Töne vom Fender-Rhodes würden verhindern, dass die Stimmung einbricht. Zudem fallen die zwei vom ersten Album stammenden Stücke im Konzert deutlich ab. Was allerdings ein gutes Zeichen ist, weil es den grossen kompositorischen Fortschritt verdeutlicht, den Merki mit seinem neuen Material gemacht hat. Er vermag die Motive, die er früher oft diffus aneinander gereiht und als Plattform für jazzige Ausflüge benutzt hat, nun mit dramaturgischem Aufbau zu einem stringenten Ganzen zu verknüpfen.

Markus Ganz

Zürich, Moods, 27. Februar. CD: Christoph Merki: Twenty Thousand Leagues Under The Sea (Universal Music).